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Psychosoziales Betreuungszentrum Arete

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ARETE

Betreuungszentrum für Opfer innerfamiliärer und sexueller Gewalt in San Carlos 

 

 

Im März 2008 wurde von der Fundación San Lucas, einer Nichtregierungsorganisation in San Carlos, das Projekt ARETE (griechisch für: Tugend oder Tugendethik) gestartet. Anlass war der besorgniserregende Anstieg von Schwangerschaften bei 10 bis 12-jährigen Mädchen, die fast immer Opfer von sexueller Gewalt waren, oft innerhalb der Familie. Nicaragua hat jedoch schon immer eine hohe Zahl von sexuellem Missbrauch von Frauen und Kindern sowie Schwangerschaften bei Minderjährigen verzeichnet.

Mit dem Ziel, Gewalt zu reduzieren, ging und geht das Team von ARETE das Problem mit unterschiedlichen, jedoch aufeinander abgestimmten Methoden und Maßnahmen an:

Betroffene Frauen und Kinder erhalten medizinische, psychologische und ggf. rechtliche Betreuung und werden (in der Regel) einige Tage lang begleitet. Das Anliegen von ARETE ist es, dass die Bürger-, Frauen- und Kinderrechte sowie die persönliche Integrität der Opfer garantiert werden.

Als Präventionsmaßnahme hat ARETE bereits viel Sensibilisierungsarbeit bei Männern (z. B. Militär) geleistet, denn auch diese leiden unter dem sozialen Druck oder dem Gefühl, sich als echter Macho verhalten zu müssen, und würden mit ihren Aggressionen vielleicht lieber anders umgehen. Gleichzeitig hat ARETE in Schulen und anderen Einrichtungen über Kinder- und Frauenrechte informiert und Selbstverteidigungs- oder Präventionskurse angeboten. Nicht zu vergessen die ländlichen Siedlungen, wo ARETE häufig Sensibilisierungs-Workshops organisiert.

Seit vielen Jahre ist ARETE, z. T. gemeinsam mit staatlichen Stellen, im Rahmen der Gewaltprävention mit der Fortbildungsreihe "Psychomotorik als pädagogisches Konzept" in den Schulen sowie in der Lehrer*innenausbildung tätig.

Die Themen der Beratungsangebote von ARETE sind vielfältig und reichen von sexuellem Missbrauch über Mobbing bis hin zu Depressionen und mangelndem Selbstwertgefühl. Es werden verschiedene Therapieformen wie etwa Kunsttherapie angeboten.

Mit Hilfe des Städtepartnerschaftsvereins und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnte 2010 ein Frauenhaus („Albergue“) im Zentrum von San Carlos eingerichtet werden. In der Albergue können Frauen mit ihren Kindern für eine begrenzte Zeit untergebracht und psychologisch und rechtlich betreut werden.

Von Dezember 2019 bis August 2023 konnte der Städtepartnerschaftsverein mit erneuter Unterstützung des BMZ ein Projekt zum Aufbau von drei landwirtschaftlichen Frauenkooperativen unterstützen. Ziel des Projekts war die finanzielle Unabhängigkeit der Frauen durch Vermittlung von Kompetenzen im produktiven Bereich (Anbau von Früchten, Gemüse und mittelfristig Kakao) sowie in der Vermarktung eines Teils ihrer Produkte. Es wurden Grundstücke gekauft, Gebäude gebaut und Anbauflächen vorbereitet – insgesamt ein ehrgeiziges, für die Frauen sehr wichtiges Projekt! Stand Ende 2025 stehen die drei Kooperativen vor dem Abschluss der rechtlichen Übereignung von Grund und Gebäuden. Neue Auflagen der Regierung haben diese immer wieder verzögert.

Das Kooperativenprojekt ist für uns abgeschlossen, aber ARETE als Beratungseinrichtung und Zentrum gegen Gewalt werden wir weiterhin unterstützen! Wir leisten diese Arbeit gemeinsam mit weiteren regionalen Partnern, nämlich der Stadt Erlangen/Büro für Chancengleichheit und Vielfalt/Internationale Beziehungen, der Stadt Nürnberg/Abteilung Internationales, Protokoll und Veranstaltungen sowie dem Erlanger Städtepartnerschaftsverein. Austausch und gemeinsame Bewertung der Förderung finden selbstredend statt.

Wir freuen uns über Ihre Spende auf unser Spendenkonto unter Angabe des Verwendungszwecks "ARETE".

 

 

 

 

 

 

 

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